Unsere Ziele

Plätze grüner machen

Es ist nicht weniger als ein Grundrecht, wenn auch nicht verbrieft. Jeder Stadtbewohner, jede Stadtbewohnerin sollte im Umkreis von 500 m eine Grünanlage erreichen können, die einen Erholungswert bietet. In den heißen Zeiten des Klimawandels werden diese Orte immer wichtiger, gerade auch für ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen. Wie aber schaffen wir diese Orte abseits der großen Grünzüge und städtischen Gartenanlagen?

Indem wir mit offenen Augen durch die Stadt gehen, Potenziale entdecken und Anpacken. „platzgrün!“ hilft dabei.

Das Bachplätzchen in Unterbilk erstrahlt…

Hier finden Sie unsere Plätze

Unsere Projekte

Brehmplatz

Verkehrsknotenpunkt mit Aufenthaltsqualität

Geht das denn? Das Restaurant ‚Moskito‘ am Brehmplatz macht es vor. Der Besitzer hat die Außenterrasse in vielen Jahren aus- und umgebaut, der meterhohe Bewuchs der Hochbeete ist Sicht – und Lärmschutz für die Gäste. Doch ebenso wie das fast 50 qm große Beet neben der überdachten Terrasse ist das Grün der Hochbeete ein wenig „aus dem Ruder gelaufen“. Ein erste Rodungsaktion im Frühjahr durch das Gartenamt hat dann eine engagierte Anwohnerin auf den Plan gerufen, die sich eine naturnahe Beetgestaltung wünschte. In einer kleinen Runde mit allen Beteiligten konnte schnell eine Einigung erzielt und mit der Umsetzung begonnen werden. Die bereits als Sicht- und Windschutz angeschafften Lorbeerbüsche wurden wieder ausgegraben und in den Malkastenpark gepflanzt, wo der Sturm einige „Sichtfenster“ hinterlassen hatte. Jetzt war Platz für die Staudenpflanzung und im Sommer blühte es bereist, sehr zur Freude der Restaurantbesucher. Im Januar war dann das Hochbeet dran. Einen Tag lang haben wir zu zweit das Dickicht durchforstet und – neben sehr viel Müll – auch einige Wildrosen wieder ans Licht gebracht.

Kooperation

Verkehrswende mit viel Grün

Seit September ’22 gibt es sie, die Zusammenarbeit mit der Connected Mobility Düsseldorf, kurz CMD. Sie ist der augenfälligste Teil der Verkehrswende mit den neuen Stationen zur Ausleihe von (Lasten-)Fahrrädern, Fahrradgarage, Reparaturstation und E-Carsharing mit Ladestation. Im Zuge der Umbaumaßnahmen entstehen kleinere und größere Flächen für eine naturnahe Begrünung und einige Standorte entwickeln eine ganz neue Platzqualität. Grund genug für platzgrün! sich hier zu engagieren. Am Friedensplätzchen und am Bachplätzchen in Bilk wurden schon erste Anpflanzungen vorgenommen, 2023 geht es in Pempelfort und Derendorf weiter. Helfende Hände sind willkommen!

Friedrichstadt

Aufräumen am Kirchplatz

Die Friedrichstraße leidet unter jahrelangen Umbaumaßnahmen. Um das Einkaufsviertel trotz der vielen Einschränkungen attraktiv zu halten, haben sich die Händler in der Interessengemeinschaft „Die Friedrichs“ zusammengeschlossen. Eine der sommerlichen Mitmach-Aktionen war die Grünpflege auf dem Kirchplatz. Das zentrale Beet hatte schon bessere Zeiten gesehen und so machten sich einige „Aktivisten“ von platzgrün! mit Handschuhen, Scheren und Müllsäcken ausgestattet ans Werk. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist erst der Anfang. Im Frühjahr wird das Beet neben der neuen Mobilstation bepflanzt und 2024 setzt die Stadt die Spielplatzplanung um. Mal sehen, was sich rund um St. Peter noch so entwickelt.

Carl-Mosterts-Platz

Unser Starterprojekt in Pempelfort

Im Mündungsbereich von 6 Straßen liegt der Platz, von dem viele Anwohner sagen, dass er früher einmal sehr gepflegt und abwechslungsreich gestaltet war. Viele verbringen ihre Mittagspause dort, ältere Menschen treffen sich zu einem gemütlichen Plausch, Hundebesitzer passieren den Carl-Mosterts-Platz bei ihren täglichen Rundgängen und manche trinken ihr Bier hier unter freiem Himmel. Das alles hinterlässt seine Spuren und der Platz hat viel von seinem einstigen Charme verloren. Um das zu ändern, haben wir mit Unterstützung des am Standort ansässigen Kath. Jugenhauses im Oktober 2018 zu einem Treffen der Anwohner eingeladen, alle Wünsche und Anregungen aufgenommen und in eine Planung umgesetzt. Nach vielen Gesprächen mit den unterschiedlichen Fachämtern war es im Oktober 2019 soweit: wir erhielten die Erlaubnis und unterzeichneten einen Pflegevertrag für „unseren“ Platz.

Dann ging es Schlag auf Schlag: das Gartenamt rodete die drei vertrockneten Schneeballsträucher und einige durchgewachsene Heckenstücke. Wir frästen zwei der drei Hochbeete, pflanzten etwa ein Viertel der Rosen aus dem Rosenbeet in die beiden anderen Beete und dann rollten drei große Sträucher, mehr als 500 Stauden und rund 1000 Blumenzwiebeln an und wurden von vielen helfenden Händen eingesetzt. Und so sieht es im Frühjahr aus: unsere Tulpenjuwele sind begehrte Fotomotive und die gewachsenen naturnahen Flächen bieten einen schönen Hintergrund für nette Gespräche. Mit dem Einzug der grünen Enzis gibt es nun auch für Kinder und Jugendliche geeignete Plätze für Spiel und Austausch.

Mintropplatz

Anpassung, aber wie?

Als der Mintropplatz im Jahr 2020 eine neue Bepflanzung bekam, schien einer der hässlichen Orte im Bahnhofsumfeld der Vergangenheit anzugehören. Fast zwei Jahre lang bedurfte es weniger Interventionen, um die Optik des Platzes auf einem guten Niveau zu halten. Doch dann nahmen die Zerstörungen zu, und der heiße Sommer des Jahres  2022 tat ein übriges. Vielfach wurde das Hochbeet als Übernachtungsort genutzt, was den Pflanzenbestand zerstörte. Karge Restbestände lieferten ein trauriges Bild, so dass sich platzgrün! dazu entschloss, den Platz umzugestalten. Die stark verunreinigte Bodenschicht unter den Blutpflaumen wurde entfernt und durch eine Sandschicht ersetzt, die leichter zu reinigen und zu pflegen ist. Nur die Front zur Verbraucherzentrale behielt ihr altes Gesicht und wird im Frühjahr durch Ersatzpflanzungen noch einmal aufgewertet. Stauden, die sich noch in wenigen Exemplaren gehalten hatten, wie Geranium, Rauling, Knöterich und Beinwell wurden ausgegraben und an andere Standorte verpflanzt.

Mintropplatz

Das Kümmerer-Projekt

Der Mintropplatz ist eigentlich gar kein Platz, sondern ein Ort, wo sich sieben Straßen und mehrere Straßenbahnlinien treffen. Er besitzt keine Aufenthaltsqualität, obwohl zu jeder Tageszeit Menschen diesen Platz frequentieren. Ob eine Beratung in der Verbraucherzentrale NRW, eine warme Mahlzeit im ‚cafe pur‘ oder eine Umstieg nach Eller, die Wünsche und Unternehmungen am Mintropplatz sind vielfältig. Seine einzige Zierde: ein verwahrlostes Hochbeet, das drei Blutpflaumen, eine Vielzahl Tauben und – den Spuren nach – auch einigen Ratten als Standort dient.

Nachdem das Gartenamt den alten Bewuchs gefräst und eine neue Vegetationsdecke aufgebracht hat, haben wir begonnen zu pflanzen. Neben 4 kleinen Cornus, die mit ihrem gelben Geäst und dem hellen Grün schön zu den Blutpflaumen kontrastieren, wurden vor allem schattenverträgliche Gräser und bodendeckende Stauden gesetzt. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, hat die Jugendberufshilfe in unserem Auftrag und mit finanzieller Unterstützung der BV, fünf Sitzbänke an dem Hochbeet angebracht und um eine kleine Reinigungsstation mit Eimer, Besen und Kehrblech ergänzt. Seitdem sieht der Mintropplatz deutlich gepflegter aus. Nach und nach haben wir Unterstützer gefunden, die ein wenig aufpassen und bei wiederkehrenden Arbeiten wie Nachpflanzen und vor allem Bewässern helfen. Kultureller Höhepunkt  am Mintropplatz war die September-Kundgebung „Wir sind hier! Jede*r braucht einen Platz“ im Jahr 2021.

Maria-und-Josef-Otten-Platz

Das zweite Pempelforter Plätzchen

Vier Patinnen sorgen für das von der Stadt neu gestaltete Plätzchen zwischen Blücher-, Park- und Marschallstraße. Sie pflanzen insekten-freundliche Stauden zwischen die kleinen Strauchrosen, bestücken die Platanen mit Nistkästen und Insektenhotels und beleben den Platz mit Kunsthandwerk, Kuchen und Kommunikation.

Im Frühjahr 2021 wurde der Platz um drei kleine Hochbeete des Künstlers Luca Kohlmetz ergänzt.  Seine Vision ist, eine ökologischere und essbare Stadt zu formen, indem er mit vielen Gleichgesinnten eine Million Pflanzen in Düsseldorf sät. Die Pempelforter lieben diesen Platz, zu allen Tages-zeiten bevölkern sie die auf wundersamne Weise entstandenen Sitzgelegen-heiten, manchmal leider auch bis spät in die Nacht. Hier braucht es ein wenig mehr Rücksichtnahme. Seit dem Herbst 2021 hat der Platz auch einen Namen. Als Maria-und-Josef-Otten-Platz erinnert er an zwei mutige Düssseldorfer, die während der NS-Herrschaft zwei jüdische Brüder in ihrem Haus in der Winkelsfelder Straße versteckten.

Unser Unterbacher Schätzchen

Vom Spielplatz zum Nachbarschaftsort

Die Spielplätze aus den 60er Jahren mit Schaukel, Rutsche und Wackeltier erfüllen heute nicht mehr die Anforderungen an kindgerechtes Spielen. Viele dieser Plätze wurden von der Stadt zeitgemäß überplant, manche auch aufgegeben. Ein solcher aufgegebener kleiner Platz befindet sich in einer Seitenstraße in Unterbach. Dorothea Wamper hat ihn im Frühjahr 2020 mit vielen HelferInnen aus der Nachbarschaft zu neuem Leben erweckt….

Luise-Oppenheimer-Platz

Mal sehen, was geht…

Das war das Motto, unter dem wir unser drittes Pempelforter Plätzchen übernommen haben, den Luise-Oppenheimer-Platz nahe der Nordstraße. Das kleine zugewucherte Rondell mit vier großen Platanen war von der Stadt massiv beschnitten worden und hatte einen gepflasterten Querungsweg erhalten. Mit der alten Gaslaterne und der neuen Sitzbank hatte der kleine Platz an Qualität gewonnen, doch die abschüssige Oberfläche führte bei jedem Regenereigniss zu einem Verlust von Boden. Wenn wir dort pflanzen wollten, mussten wir erst den Boden vor der Erosion schützen.

Die Lösung waren sogenannte Faschinen aus dem Wasserbau. Diese fest gestopften „Würste“ aus Kokosfasern werden zur Böschungssicherung eingesetzt und verhelfen nun unserer „Luise“ zu einem stabilen Korsett. Im Schatten der Platanen entwickelt sich jetzt ein abwechslungsreiches Pflanzbild und ein unbekannter Gönner hat noch eine praktische Tischlösung geschreinert. Dankeschön!

Flurstraße 32, Flingern

Vom Spielplatz zum Vielplatz

An der Flurstraße 32 gibt es einen bei Familien mit Kleinkindern beliebten Spielplatz, der deutlich mehr Potenzial hat. Die kleinen Grünflächen zwischen den Blockbebauungen werden als Orte der Kommunikation gebraucht und zwar für alle Generationen.

So dachte eine Gruppe von QuartiersbewohnerInnen, die den Spielplatz zu einem „Platz für viele“ entwickeln wollten. Da es bei der Umsetzung der vielen Ideen – von der Blumenwiese über Hochbeete bis zur Boulebahn – mit der Stadt etwas hakte, kam platzgrün! ins Spiel. Das Bewässerungsproblem konnte mithilfe eines freundlichen Nachbarn etwas unkonventionell gelöst werden und dann stand auch dem Aufbau der Hochbeete nichts mehr im Wege.

Flurstraße 11

Hinterhof-Idyll in Flingern

Wenn man die Toreinfahrt passiert, weitet sich der Blick auf eine großzügige sonnige Hinterhoflandschaft, die von Backsteinfassaden und -mauern umsäumt ist. Eine bunte Nutzergemeinschaft aus Künstlern, Bürogemeinschaften, Vereinen und einem Gewerbebtrieb teilen sich das Areal und die Freude an der Hofgemeinschaft.  Als die Stadt im Jahr 2021 am Rande des Geländes eine große Grundwasserreinigungsanlage errichtete,  um die Kontaminationen durch eine früher dort ansässigen Auto-Waschanlage zu beseitigen, hat die Optik des Geländes doch sehr gelitten. Mit der Baumaßnahme hat sich der Hof in eine schottrige Piste verwandelt und eine ganze Reihe Bäume und Büsche mussten weichen. Nach anfänglicher Enttäuschung richteten die Anwohner den Blick wieder nach vorn und starteten mit platzgrün! im Frühjahr einen Neuanfang. Aufräumen war angesagt und viele helfende Hände beschnitten Sträucher, räumten Müll weg, pflanzten erste Stauden und bauten einen Kompostbehälter. Anfang Mai wurde Kompost geliefert und auf der Schotterfläche in einer Schicht von 1-2 cm verteilt. Eine Woche später säten wir sogenannten ‚Blumenschotterrasen‘, eine  Mischung aus Gräsern und Kräutern, die strapazierfähig und insektenfreundlich ist. Jetzt musste es nur noch regnen, was tags darauf auch geschah – allerdings ziemlich heftig. Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt….

Mehr Tipps für „Stadtmacher“

Drei Gründe
sich bei platzgrün! zu engagieren:

Grund 1

Düsseldorf ist
meine Stadt

deshalb übernehme ich Verantwortung und packe selbst mit an.

Grund 2

Mein Viertel
ist mir wichtig

Ich wünsche mir eine lebendige, grüne Nachbarschaft.

Grund 3

Gutes tun und
Spaß haben

Gemeinsam macht alles mehr Spaß – vor allem wenn man Sinnvolles tut.

Ein besonderen Dank
an unseren Partner

PSD-Bank

E-Mail: platzgruen@pro-duesseldorf.de

Telefon: 0160 594 74 99